Bölchen Brevet 2017

Nach immerhin 6 Stunden Schlaf, einer kurzen Fahrt durch das frühmorgendliche Freiburg und zwei leergegessenen Tellern neben U. geht es los auf die gut 300 km lange Runde durch Schwarzwald, Jura und Rheinebene.

Mein erster Stopp nach gerade einmal 3 km:

Der zukünftige Lenker wird die restlichen 300km im Gepäck mitfahren. Danke für den unkomplizierten Service an das Radgeschäft!
Aussicht während des Aufstiegs zum Haldenhof.
Fast gleicher Ort, Blick etwas weiter links.

Im Gegensatz zum 200er sind viele Randonneure auf der Strecke und einige der Aufstiege werden dadurch schön kurzweilig.

In der Abfahrt fahre ich wieder auf eine Gruppe Randonneure auf, wo ich versuche, etwas vom mir zuvor gespendeten Windschatten zurückzugeben:

„Nennenswerter Windschatten?“ – „Nicht wirklich.“

In Bad Säckingen findet gerade ein Mittelalterfest statt.

Zwischen Münchwilen und Eiken

Zwischen Eiken und Souboz ist mir die Strecke bekannt, teilweise bestens bekannt.

Aufstieg zum Chilchzimmersattel. Die 15% der Warntafel werden schon korrekt sein…
Aufstieg zum Chilchzimmersattel. Letztes Mal (spätabens bei Vollmond) ging es da einfacher hoch.

Danke an das Team vom Restaurant Oberbölchen für die Pastaparty!

Statt die nächste Gruppe abzuwarten, fahre ich im Thal alleine gegen den Wind und werde erwartungsgemäss bei der nächsten 120-Hm-Bodenwelle eingeholt. Nur, um in der nächsten Abfahrt in der ersten Kurve wieder allen davonzurollen. Irgendwie nervt der unterschiedliche Rhythmus gerade…

… dafür erbarmt sich M. den letzten steilen Anstieg hoch nach Souboz teilweise in meinem Tempo zu fahren und etwas zu plaudern. Wir werden das später noch wiederholen 🙂

In Souboz warten bis zu fünf Randonneure am ersten Brunnen. Wenn wir nur gewusst hätten, dass in dem Ort gleich viele Brunnen wie Randonneure vorhanden sind!

Die durchfahrene Gorges de Pichoux überraschen mich: Von dieser Schlucht wusste ich zuvor nichts – obwohl sie durchaus auf einer Tagesetappe von zu Hause aus erreichbar wäre.

Etwas nach der spekakulären aber nicht fotogenen Schlucht bei Undervelier.

Veloroute 23
Der (hoffentlich) letzte Anstieg bietet auch etwas Aussicht auf die gar nicht so dunklen Wolken.

Den letzten Anstieg gehe ich ganz gemütlich an. Auf die Gruppe werde ich in der Abfahrt schon wieder aufrollen…

Für den gespendeten Windschatten versuche ich mich auf der langweiligen Strecke zwischen Kembs und Fessenheim zu revanchieren: Der zweite der Gruppe löst jeweils ab 😉 . Auf die spätere Frage, ob es etwas gebracht hat: „Man merkt es schon ein wenig – das Grundtempo ist höher“. Es wäre also möglicherweise doch asozial gewesen, „mein“ 10% höheres Tempo zu fahren.

Rheinbrücke bei Fessenheim

Nach der letzten Kontrolle powere ich mich noch etwas aus und geniesse es, durch den dunklen Gegenwind zu schiessen – der prognostizierte leichte Regen ist kaum spürbar und auf der Fahrbahn nicht sichtbar (also nicht vorhanden).

Um 21:45 treffe ich gleichzeitig mit E. und P., welche auf den letzten 10km einen anderen Weg gewählt haben, am Ziel ein.

Eine Portion Maultaschen und ein (oder so..) Bier landen noch im Magen, bevor ich dick eingepackt die drei Km wieder entlang der Dreisam zu Dusche und Bett rolle.

Wie viele Brevets oder Radreisen wurden schon mit Ersatzlenker im Gepäck gefahren?

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